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Es ist nun mehr als ein Jahr her, dass ich das geschrieben habe.
Damals war es eine Zeit voller neuer Dinge, vieler neuer Freunde und ich musste lernen, alte Dinge gehen zu lassen...

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If summer ends

Still und voller Schnee lag das kleine Dorf. Nur ein Mädchen lief auf der Straße. Niemand sonst.
Sie ging langsam und in ihren Augen spiegelte sich diese kleine Wunderwelt.
Eine einsame Träne bahnte sich ihren Weg auf der Wange des Mädchens, oder war es der Schnee, der auf ihrer warmen Haut schmolz?

Sie dachte nach. In ihrem Kopf spielten sich unglaubliche Bilder ab. Eigentlich wollte sie alles vergessen. Doch sie brachte es nicht. Gerade in dieser Zeit fiel es ihr schwer. Jetzt, wo alles so still und friedlich war. Im Winter, wo die Liebe Einzug hielt und die Erinnerungen an den Sommer und das Glück wiederkamen.

Sie dachte an ihre schönste Zeit. Als alles noch sorglos und unbekümmert war, die Einsamkeit und die Trauer noch nicht da waren.

Zu dieser Zeit fühlte sie sich sicher und geborgen bei ihm. Fast jeden Tag war sie mit ihm zusammen. Sie erlebten viele wunderschöne Dinge in der Natur. Er zeigte ihr seine Welt und sie sah sie sich mit großen Augen an. Aber oft auch saßen sie nur da und redeten.

Sie vermisste diese Augenblicke. Doch jetzt war ihr Herz nur leer und ihre Seele wie ausgestorben.
Als der Junge dann fortging, mit dem sie sich so gut verstand, brach innerlich eine Welt für sie zusammen.
Nur selten trafen sie sich und überhaupt war alles anders geworden. Sie hatten sich nur noch in Gemeinschaft mit anderen gesehen, wo er so kalt und herzlos zu ihr gewesen ist.
Er hat sie verspottet und verachtet. Sie lächerlich und klein gemacht.
Wieso wusste sie nicht. Hatte sie ihm denn etwas getan? Alles hatte sich geändert.

Sie lief schneller, als wollte sie vor etwas flüchten..
Verzweifelt fragte sie sich, wie das nur geschehen konnte, und wieso sie das zugelassen hat.
Jetzt war alles zu spät. Ändern konnte sie nichts mehr, obgleich sie es doch so sehr wollte.

Sollte sie zu ihm gehen und mit ihm sprechen?
Doch er würde wieder nur so gezwungen nett zu ihr sein. So, wie er es immer tat wenn sie alleine waren. Was das bedeuten sollte, wusste sie nicht. Wieso war er so? Hing alles von der Umgebung ab, wo sie sich befanden?
Oder wollte er nur vielmehr etwas überspielen und verbergen, was kein Mensch sehen durfte?

Schluchzend rannte das Mädchen weiter, wohin wusste sie nicht genau. Sie lief einfach gerade aus. Und immerwieder überkamen sie die Erinnerungen.

Wenn sie es ihm doch schon eher gesagt hätte. Wie wäre seine Reaktion gewesen? Überraschung? Entsetzen? Neugier? Oder gar die gleiche Empfindung wie sie sie hatte?
Hätte er ihr das gleiche geantwortet?
Sie hatte sich so sehr eine Antwort gewünscht, doch wie sollte er auch ihre Gedanken und Gefühle verstehen, wenn er sie doch gar nicht kannte.

Alles wäre anders gekommen, wenn sie doch einst gesagt hätte: „Ich liebe dich“!